(Rezension) Songbird – Anna Rosina Fischer *Spoiler*

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Songbird


Autor/in:             Anna Rosina Fischer

Verlag:                Ivi

Seiten:                 432 Seiten

Preis:                   15,00 EUR (broschiert) 

Obwohl sie es schon lange ahnte, tief im Innern spürte, traf es sie plötzlich und völlig unerwartet …

Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst. Songbird ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.


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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Zum einen, weil es ein wirklich schönes Cover hat und zum anderen, weil meine Lieblingsbloggerin so davon geschwärmt hat.

Ich musste jetzt tatsächlich erstmal etwas Zeit vergehen lassen, um meine Worte und Gedanken zu dem Buch zusammenzufassen. Ja, die Geschichte ist toll und ich mochte die Charaktere größtenteils auch echt gerne. Aber was mich wirklich sehr gestört hat, war diese Oberflächlichkeit. Und weil ich das nicht ohne Spoiler erklären kann, bitte ab hier nur weiterlesen, wer das Buch bereits gelesen hat oder nicht mehr lesen möchte.

Besonders gestört hat mich, dass die Protagonistin Ella anscheinend magersüchtig ist. Das wird aber immer wieder nur in einem Nebensatz erwähnt und auch für die Prota ist das kein intensives Thema. Und das ist das, was für mich total unglaubwürdig ist. Ein magersüchtiger Mensch denkt nur ans Essen bzw. Nichtessen. Sein ganzer Tagesablauf richtet sich danach und sie scheuen Familienessen oder anderes öffentliches Essen. Ella hingegen lässt sich aber oftmals dazu hinreissen bspw. M&M’s zu essen. Und das einzige was sie ab und an mal denkt ist, dass die Magersucht das einzige ist, was SIE unter Kontrolle hat. Guter Punkt! Die Kontrolle ist genau das, was Magersüchtige ausmacht. Die Kontrolle den Hunger zu bekämpfen. Aber das tun sie dann auch von morgens bis abends in Gedanken. Wie gesagt, mir war das einfach viiiiel zu oberflächlich und zu beiläufig. Für mich wäre es besser gewesen, die Autorin hätte es einfach weggelassen, weil es in meinen Augen auch nicht zur Story gepasst hat. Zum Schluss geht sie dann auch zur Therapeutin. Wer aber jetzt glaubt, das sie das wegen ihrer Magersucht macht (das war mein Gedanke), der hat weit gefehlt. Nein, Ella hat Depressionen. Hmm, ok. Höre ich jetzt zum ersten Mal. In meinen Augen hatte Ella einfach Liebeskummer und hat sich deswegen verkrochen. Für mich kam nicht wirklich hervor, dass sie sich verkriecht, weil sie depressiv ist. Für mich kamen die Anzeichen einer Depression überhaupt nicht auf. Deswegen war ich auch so überrascht, als es auf einmal hieß: Sie hat Depressionen. Nein, nein, nein. Es tut mir wirklich sehr leid, aber diese Themen hätte die Autorin nicht nur anreissen dürfen. Diese Themen sind viel zu wichtig, um sie nur so oberflächlich zu behandeln. Dann lieber weglassen, denn die Story an sich hat diese Themen überhaupt nicht gebraucht. Ja, die Geschichte ist emotional und mir hat das Hin und her zwischen Ella und Sam auch gut gefallen. Ich habe mit Ella gelitten und konnte nachvollziehen, warum sie sich so verkrochen hat.

Das hört sich jetzt alles so negativ an. Ist es aber nicht. Wie gesagt, die Story zwischen Ella und Sam ist toll und hat mich absolut überzeugen können. Der Schreibstil ist ebenfalls super und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Aber bitte keine so wichtigen Themen nur als Nebensache darstellen und so oberflächlich ankratzen. Das geht in den meisten Fällen schief….

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Wären diese “wichtigen” Themen intensiver behandelt oder meinetwegen überhaupt nicht dagewesen, dann wäre dieses Buch für mich ein 5 Punkte Buch. So allerdings rutscht es für mich auf 3 Sterne ab. Es tut mir leid..

3 von 5 Punkten



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