(Rezension) Du bringst mein Leben so schön durcheinander – Claire Christian

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Du bringst mein Leben so schön durcheinander


Autor/in:             Claire Christian

Verlag:                Thienemann-Esslinger

Seiten:                 320 Seiten

Preis:                   16,00 EUR (HC) 

Eine poetische Liebesgeschichte für alle Fans von „Eleanor & Park”

„Weißt du, was die Japaner mit zerbrochenen Dingen machen? Sie setzen sie wieder zusammen. Aber die Lücken füllen sie mit Gold. Sie gehen davon aus, dass diese Risse eine Sache nur noch schöner und wertvoller machen, weil sie ein Teil ihrer Geschichte sind.“

Als Ava und Gideon sich beim Nebenjob im Schnellrestaurant kennenlernen, vermutet keiner von beiden, dass diese Begegnung alles verändert. Das beliebte Mädchen und der schüchterne Poetry-Slammer könnten nicht unterschiedlicher sein. Gemeinsam haben sie nur, dass Schicksalschläge etwas in ihnen haben zerbrechen lassen. Schnell entsteht zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft, in der sie sich gegenseitig Halt geben. Immer intensiver werden die Gefühle, aus der Freundschaft wird mehr. Doch so viel Nähe sind beide nicht gewöhnt, ob ihre Liebe das aushalten wird?


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Du bringst mein Leben so schön durcheinander ist ein Buch voller Emotionen. Mehr als nur ein Mal hat es mich so richtig zum Weinen gebracht.

Ava ist absolut zerbrochen. Nachdem ihre beste Freundin gestorben ist findet sie nicht mehr in das Leben zurück. Sie vermisst sie schrecklich und quält sich jeden Tag mit Selbstvorwürfen, dass sie sie nicht gerettet hat. Vielleicht hätte sie ja besser zuhören müssen, vielleicht hätte sie die Anzeichen sehen müssen. Sie flüchtet sich in die Arme des Bruders ihrer besten Freundin, Lincoln. Eigentlich mögen sich die beiden gar nicht wirklich. Sie schlafen nur miteinander. Sie denken dass sie sich über den Schmerz hinweg trösten, doch eigentlich ziehen sich beide eher gegenseitig runter. Als es dann zu Handgreiflichkeiten kommt, geht Ava auf Abstand.

Gideon ist geprägt von Selbstzweifeln, Panikattacken und Angst. Seine beiden Mütter machen sich oftmals große Sorgen um ihn. Denn er hat immer wieder schwere Depressionen. Sein derzeitiger Therapeut Robbie hat ihn aufgefangen und ihm Schritt für Schritt wieder ins Leben zurück geholfen. Dabei hat er seine Leidenschaft für Slam-poetry entdeckt und durch eine Gruppe neue Freunde gefunden. Seine Gedichte sind wirklich wunderschön und ich war überrascht, wie poetisch sie sind und wie sehr sie mich berühren. Gideon macht in dem Buch eine wirklich grandiose Entwicklung hin. Als er auf Ava trifft ist dieser noch sehr schüchtern und bekommt kaum ein Wort hinaus. Erst als sie sich übers Briefe schreiben näher kennenlernen und irgendwann gemeinsam abhängen, kommen sich die beiden näher. Schritt für Schritt wird Gideon wirklich mutiger und offener und die beiden erleben sehr schöne Szenen miteinander. Lediglich am Ende treibt Gideon es wirklich auf die Spitze und da musste ich echt denken:”Junge, was sagst du da nur.” Ich war überrascht wie sehr es mich selber verletzt hat, zu lesen wie er reagiert. Aber wenn man so nah mit einem Protagonisten verbunden ist, dann schmerzt es halt auch schonmal.

Die beiden Gemeinsam haben eine wirklich wunderschöne Geschichte und sie haben mich sehr oft zum Weinen gebracht. Die Autorin schreibt so emotional und so echt und so ehrlich, dass es mich mitten ins Herz getroffen hat. Ich konnte das Buch nicht beiseite legen und ich musste immer weiterlesen. Genau so sollte ein Buch sein. Es regt zum Nachdenken an, es vermittelt so viel Gefühl, und es zeigt auch die Schattenseiten des Lebens. Aber das Schönste daran ist, dass es kein klassisches Happy End hat. Zum Ende hin bleibt noch viel Spielraum für eigene Fantasien und dennoch weiß man, dass es ein Happy End geben wird.

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Du bringst mein Leben so schön durcheinander ist wirklich ein wundervolles Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Für mich ist es einer der emotionalsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Wenn nicht sogar überhaupt. Ich bin überrascht wie wenig Aufmerksamkeit das Buch bisher bekommen hat und bin der Meinung, dass es viel stärker in den sozialen Medien besprochen und gezeigt werden müsste. Es ist ein Buch mit einem so wichtigen Thema und es ist so klasse geschrieben. Von mir gibt es hier volle Punktzahl

5 von 5 Punkten



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