Königskinder Verlag

(Rezension) Cavaliersreise – Mackenzie Lee

Cavaliersreise

Autor/in: Mackenzie Lee

Seiten: 496 Seiten
Preis: 19,99 EUR (HC)

Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Bild und Klappentext – Quelle: Königskinder Verlag


Erstmal möchte ich beim Königskinder Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! 

Cavaliersreise war mein erstes Buch aus dem Königskinder Verlag. Nachdem die liebe Ina von Ina’s little Bakery immer so über alle Maßen von den Büchern schwärmt, wusste ich, dass ich die irgendwann mal testen muss. Und dann kam dieses Schätzchen hier als Überraschung vom Verlag bei mir an ❤ 

Zu Beginn: Meiner Meinung nach ist das Buch echt außergewöhnlich. Denn eigentlich stehe ich so gar nicht auf historische Romane. Aber dieses Buch ist nicht nur einfach ein historischer Roman. Es ist ein Jugendbuch mit einem Thema, das für die damalige Zeit Teufelswerk war. Denn Henry Montague, der Protagonist, steht nicht nur auf Frauen, sondern auf auch auf Männer. Ganz besonders auf seinen besten Freund Percy, mit dem er eine Cavaliersreise starten möchte. Henry ist aber alles andere als Papa’s ganzer Stolz und so werden die beiden dazu verdonnert Kultur und Kunst zu erleben, anstatt Frauen und Trinkerei. Zudem bekommen die beiden noch einen Anstandswauwau an die Hand und seine Schwester Felicitiy muss Henry auch noch mitnehmen. Also alles andere als eine Cavaliersreise… 

Und auf dieser Reise geschieht so einiges. Nicht nur, dass Henry und Percy sich näher kommen. Henry klaut etwas aus dem Schloss Versailles und nachdem sie deswegen gejagt werden, findet er heraus, dass dieses geklaute Kästchen gar nicht nach Frankreich gehört. Es gehört einem Alchemisten in Spanien und die drei möchten dies nun wieder zurückbringen. Und genau diese Reise ist spannend! 

Der Schreibstil ist natürlich erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. Ich bin mehr als nur einmal über Worte der damaligen Zeit gestolpert, die ich nicht zuordnen konnte und derren Bedeutung ich wusste. Da hätte ich Fußnoten ganz hilfreich gefunden 😀 
Dennoch finde ich die Story durchaus spannend. Allerdings hätte ich es schön gefunden, den Aspekt der Alchemie genauer zu durchleuchten. Dieses Thema finde ich nämlich mehr als spannend. 

Die Charaktere sind alle wunderbar gelungen. Henry schließt man einfach ins Herz, weil er nun wirklich alles falsch macht, was er nur falsch machen könnte. Aber dabei ist er so sympathisch, dass man schon fast Mitleid mit dem armen Tropf hat 😀 Er ist total witzig und ich musste mir mehr als nur einmal ein Lachen verkneifen. Es macht wirklich Spaß die Reise „mit ihm“ zu erleben. 

Percy ist sein dunkelhäutiger Freund und er ist viel ernster als Henry. Man hat das Gefühl, dass er mit beiden Beinen fest im Leben steht und man spürt, dass er Henry jederzeit unterstützen wird. Auch wenn Henry es nicht merkt. Als Leser spürt man sofort, dass Percy auch in Henry verliebt ist. 

Felicity hat mir richtig gut gefallen. Das Mädel hat es faustdick hinter den Ohren und ist eine richtige toughe Frau! Für die damalige Zeit (18. Jahrhundert) ist sie wahnsinnig emanzipiert und das hat mich stark beeindruckt. 
Cavaliersreise konnte mich trotz des historischen Hintergrunds durchaus überzeugen. Die Story ist spannend und stellenweise dramatisch und ich habe es sehr genossen das Buch zu lesen. 

4 von 5 Punkten
Ihr wollt noch andere Meinungen lesen? 

5 thoughts on “(Rezension) Cavaliersreise – Mackenzie Lee”

  1. Huhu Sonja!

    Danke fürs Verlinken, jetzt habe ich deine Rezi auch gelesen!
    Und hui … ich habe noch behauptet, dass die Sprache trotz allem verständlich ist *G* Gab es für dich tatsächlich so viele Worte, die du nicht kanntest? Ich fand gerade die Sprache so unheimlich toll! <3

    Liebe Grüße
    Nicole

    Gefällt mir

  2. Sehr gerne 🙂

    Also ich muss gestehen, dass ich bestimmt so 5-6 Worte nicht kannte und nachschlagen musste 😀
    Aber ich fand die Sprache auch klasse. Das hat dem Buch den richtigen Touch gegeben.

    Liebste Grüße

    Gefällt mir

  3. Huhu Sonja, danke für's Verlinken. Ich muss sagen, dass ich mit der Sprache vom Verständnis her eigentlich keine Probleme hatte, sie aber ein wenig Konzentration erfordert hat. Es ist kein Buch, das man eingeklemmt zwischen 100 Schülern in der U-Bahn lesen mag. 😉 Gegoogelt habe ich aber nur den genauen Unterschied zwischen Freibeutern und Piraten, der war mir nicht mehr ganz präsent war.
    Liebe Grüße
    Alex
    ups… aus Versehen was gelöscht

    Gefällt mir

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